Sie ist eine der anspruchsvollsten Disziplinen in der Zahnheilkunde – die Wurzelkanalbehandlung (Endodontie). Durch neue Techniken, Erkenntnisse und auch neue Systeme eröffneten sich aber in den letzten Jahren Möglichkeiten, mit denen man heute auch komplizierte Wurzelbehandlungen erfolgreich durchführen kann. Auch in meiner Zahnarztpraxis in der Zoppoter Str. in Schmargendorf führe ich Wurzelbehandlungen durch. Folgend möchte ich Ihnen kurz die Funktionsweise der Behandlung erläutern.

Zum Begriff „Endodontie“ ist zu sagen, dass er aus dem Griechischen stammt und so viel bedeutet wie „das sich im Zahn Befindende“. Sie befasst sich also mit den Zahnnerven (Pulpa), mit dem Inneren des Zahns.

Behandlung von Zahnschmerzen in der Zahnheilkundepraxis in Berlin

Wie entstehen Zahnschmerzen?

Zahnschmerzen sind die Folge einer Schädigung oder Reizung des Zahnnervs – wer kennt sie nicht? Unerwartet und plötzlich meldet sich ein heftiges Pochen oder Stechen im Zahn. Das Dentin liegt unter dem Zahnschmelz und ist von winzigen, mit Flüssigkeit gefüllten Kanälen durchzogen. Jeweils eine Nervenfaser liegt in einem Kanal und ist mit den Hauptnerven verbunden. Die gebundene Flüssigkeit dehnt sich durch eine plötzliche Temperaturveränderung aus oder zieht sich zusammen. Die Flüssigkeit bewegt sich also. Die Nervenfaser erkennt diese Bewegung und sendet diese Information weiter. Aufgrund eines Konzentrationsgefälles kommt es bei Sauer oder Süß nicht nur zu einer Flüssigkeitsbewegung, sondern auch zu einer Reizung der Nervenfaser. Nun kann ein scharfer, kurzer und stechender Schmerz die Folge sein.

Ist der Zahnnerv durch Giftstoffe von Bakterien beschädigt, kommt es zu einer erhöhten Durchblutung. Abwehrzellen werden vom Immunsystem an die entzündete Stelle transportiert, um Bakterien den Zugang in dem Körper zu „versperren“. Der Druck im Zahn nimmt dadurch zu und es entsteht ein dumpfer, stechender oder pulsierender Schmerz.

Womit beschäftigt sich die Endodontie?

  • mit der Behandlung von wiederkehrenden oder akuten Entzündungen

 

  • mit Maßnahmen zu Erhaltung des Zahnnervs

 

  • mit der Entfernung von gebrochenen Wurzelstücken

 

  • mit der Reparatur von Wurzeldefekten

 

  • mit der Behandlung nach einem Trauma, beispielsweise einem Unfall oder Schlag

Wie läuft eine Wurzel(kanal)behandlung ab?

Zuerst wird eine Öffnung in den Zahn gebohrt und das abgestorbene oder erkrankte Gewebe mit Hilfe von Feilen entfernt. Dies geschieht meist unter örtlicher Betäubung. Der Hauptkanal jeder Wurzel muss gereinigt und erweitert werden. Da beispielsweise ein oberer Backenzahn i.d.R. drei Wurzeln und vier Kanäle hat, ist dies nicht immer eine einfache Aufgabe.

Ist das Gewebe der Pulpa abgestorben, kann es nötig werden, vor der eigentlichen Wurzelfüllung noch für ein paar Tage eine desinfizierende Einlage in die gereinigten Kanäle einzufügen. Bis zur endgültigen Wurzelkanalfüllung wird der betroffene Zahn mit einer provisorischen Füllung verschlossen. Die endgültige Füllung erfolgt anschließend mit einer gummiartigen Masse und einem Zement. Beide werden zusammen unter leichtem Druck in die gereinigten Wurzelkanäle eingebracht. Ein dichter, dreidimensionaler Verschluss aller Ausbuchtungen und Verästelungen des Kanals wird so erreicht.

Hoffentlich konnte ich mit dieser Erläuterung erste Fragen beantworten und vielleicht auch ein Stück die Angst vor einer Wurzelbehandlung bzw. Endodontie nehmen. Haben Sie weitere Fragen oder wollen Sie ein Termin in meiner Zahnarztpraxis in Berlin-Schmargendorf ausmachen? Dann kommen Sie gern persönlich vorbei oder rufen Sie uns an.

Wir freuen uns auf Sie!